Fritz Schwerdt Fronleichnams-Kelch

Foto: R. Schwerdt

Kelch mit dem Bergkristallnodus
auch: Fronleichnams-Kelch

Entwurf/Ausführung 1929/1930;
Silber vergoldet, Bergkristall.

St. Fronleichnam, Aachen.


Schwerdts bekanntester Kelch; ausgezeichnet im Rahmen des „Deutschen St. Michael-Altars” des „Pavillon Catholique Pontifical” auf der Pariser Weltausstellung von 1937 mit dem Prix d'Honneur, d.h. der zweithöchsten Auszeichnung, die dem Grand Prix direkt folgte.

Der Kelch wirkt geradezu asketisch und besticht durch seine auf das Wesentliche beschränkte Funktionalität: runder, flacher Fuß mit einem schlichten, plastischen Kreuz, einfacher Rohrschaft, schmuckloser, zylinderförmiger Nodus sowie eine aufgesetzte Kuppa in Form einer perfekten Halbkugel. Dieser rein der Funktion dienende Aufbau wird nur durch das deutlich schmalere, kurze Schaftrohr unterhalb der Kuppa unterbrochen, was nach Schwerdts Verständnis einen kleinen schmückenden Akzent setzen soll.


Konstruktiv auf die Gestaltelemente von Basis, Zylinder und Halbkugel reduziert.

(Erich Stephany
Kirchengerät. Jahrbuch für christliche Kunst 1957/58)


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