Fritz Schwerdt Emailnodus-Kelch

Foto: Pit Siebigs, Aachen

Kelch mit dem Emailnodus

Entstanden 1935;
Silber vergoldet, durchsichtiger Zellenschmelz.

St. Fronleichnam, Aachen.
Geschenk der Pfarrgemeinde St. Fronleichnam, Aachen,
an „unseren ersten Herrn Pastor zum silbernen Priesterjubiläum” am 24. 6. 1940.


Beim Entwurf des Kelchs mit dem Email-Nodus stand der nur sechs Jahre ältere Fronleichnamskelch Pate. Unverändert geblieben ist der strenge Aufbau: ein flacher, breiter Standfuß, ein rein funktionales, gerades Schaftrohr mit einem Nodus sowie eine streng geometrisch gehaltene, schmucklose Kuppa.

Die Kuppa ist nur geringfügig kleiner als eine Halbkugel, und der Kelchschaft besteht wieder aus einem geraden Rohr, das diesmal aber von durchgehend gleicher Breite ist. Die runde Fußplatte ist aus fünf flachen Scheiben gebildet, von denen zwei mit einem geringerem Durchmesser zwischen die drei breiteren eingefügt sind und so dem stabilen Standfuß eine weniger funktionale Anmutung verleihen. Schließlich der Nodus, den Schwerdt hier mit vier kunstvollen Emails aufwändiger und schmückender ausstattet als beim älteren Vorbild mit dem schlichten, zylindrischen Bergkristallnodus.


Aus dem schlichten ehrlichen Dienst für den heiligen Gebrauch ist die Kelchform entwickelt, die man die Aachener Form nennen könnte und die Fritz Schwerdt auch in seinem 1935 entstandenen Kelch [mit dem Emailnodus] verwendet.

(August Hoff
Jahrbuch für Christliche Kunst 1946/1947)


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