Fritz Schwerdt Baummonstranz 1947

Foto: Pit Siebigs, Aachen

Baummonstranz
auch: Lebensbaum-Monstranz

Entworfen 1947, ausgeführt 1956;
Silber vergoldet, roter Granat. (Im Foto ohne Lunula)

St. Antonius von Padua, Habbelrath.


Die von dem Kunstiterpreten Lothar Schreyer verfasste frühe Beschreibung des Entwurfs ist nach wie vor gültig: „[Fritz Schwerdt] wählt als christliches Symbol den Lebensbaum. Kraftvoll wächst der Stamm aus der flachen runden Fläche sich nach oben verjüngend empor. Aus ihm treiben nach rechts und links drei Äste als sichelförmige Sprossen. Die Höhe des Stammes wird von dem großen runden, nach vorn geöffneten Behältnis bekrönt, in dem hinter der Kristallwand die Lunula sich schwingt (…).
(Lothar Schreyer: Neue Arbeiten von Fritz Schwerdt. DAS MÜNSTER, 6. JAHR 1953; HEFT 1-2)

Die Monstranz wurde frei geschaffen, d.h. ohne konkreten Auftrag. Sie gilt als eine der herausragenden Neuschöpfungen in der modernen Sakralkunst und fand Eingang in zahlreiche Veröffentlichungen und Lexika. Das im Jahre 1951 erstmals ausgeführte Exemplar gehört dem St. Marien-Krankenhaus, Ratingen.


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