Abteikirche St. Mauritius Tholey

Die ehrwürdige Abteikirche der Benediktiner in Tholey wurde in den Jahren 1957-1963 restauriert. Das Atelier Schwerdt&Förster erhielt in der Zeit von 1960 bis 1965 mehrere Aufträge für Entwurf und Ausführung zahlreicher Sakralgeräte und anderer Ausstattungsgegenstände.

Sakramentsaltar, Abteikirche Tholey

Der Sakramentsaltar, 1960
Das Foto zeigt den Tabernakel, die vier handgeschmiedeten Altarleuchter sowie den Altartisch mit der Tabernakelstele. Zu diesem Ensemble aus dem Atelier Schwerdt&Förster gehört auch die Fußbodengestaltung sowie eine Ewiglichtampel (außerhalb der Fotografie).

 

 


Ewiglicht, Abteikirche Tholey

Ewiglicht, 1960
Das Ewiglicht (Kupfer geätzt/vergoldet, Bergkristalle, Glas) hängt in der zuvor gezeigten Sakramentskapelle rechts vom Altartisch. Viele Besucher verbinden die Umrisse der Lichtampel mit einer Taube, dem Sinnbild des Hlg. Geistes.

 

 


Antependium Abteikirche Tholey

Antependium, 1964
Der vom Bauherrn im Jahre 1960 nur als einfacher Sandsteinblock aufgestellte Hochaltar wurde wenige Jahre später durch dieses Antependium (Kupfer vergoldet, Perlmutt) zum „glänzenden Mittelpunkt des Altarraumes” (Pater Maurus Sabel OSB).


Detailsicht Antependium, Abteikirche Tholey

Antependium, Detailansicht

„Auch bei einem so entscheidenden Eingriff in das Glatte, Präzise der Metallfläche, wie es die Einschnitte, Aufbrüche und Durchlöcherungen (…) darstellen, bleibt der Hergang nachprüfbar: jeder Schlag, jede Lochung sind bewußt einzeln gesetzt.”

Cathrin Menne-Thomé: Die Gold- und Silberschmiedewerkstatt Schwerdt – Förster /
Neue Aufgaben – neue Lösungen.
DAS MÜNSTER. Heft 1-2, 1966.


Altarkreuz, Abteikirche Tholey

Kreuz Hauptaltar, 1960
Das Kreuz (Kupfer geätzt/vergoldet, Bergkristalle, Elfenbeinkorpus), ursprünglich als Vortragekreuz geschaffen, hängt seit den frühen 1970er Jahren über dem Hauptaltar. Die auf beiden Kreuzseiten positionsgleich eingelassenen Bergkristalle lassen das Tageslicht der großen Chorfenster durchscheinen, und so kommt das Kreuz als „kleine Kostbarkeit” zur Geltung (Pater Maurus Sabel OSB).

 


Tabernaculum, Abteikirche Tholey

Tabernaculum, um 1964/1965
Das nur etwa 30cm breite Tabernaculum (Kupfer geätzt/vergoldet, Email, Bergkristall) zum Aufbewahren der Hlg. Öle befindet sich an der Stirnwand der zumeist verschlossenen Taufkapelle. Die Emailplättchen sind Blattformen nachempfunden.


Hauptaltar, Abteikirche Tholey

Die Fotografie zeigt das Kirchenchor mit dem Hauptaltar und dem Antependium sowie – knapp unter der Fensterkante – das Hängekreuz. (Vergrößern durch Anklicken der Fotografie.) Der Sakramentsaltar ist hier nicht sichtbar, er liegt im links liegenden Seitenschiff, also außerhalb der Fotografie.

 

Mehr zur Abteikirche St. Mauritius Tholey: Links und Literatur

 


Fotos: Rita Heyen/Amt für kirchl. Denkmalpflege/Trier(7)