Mehr zur Engelmonstranz

Engelmonstranz, Detail

Die Detailansicht zeigt einen der 12 in Filigran-Email ausgeführten Engeldarstellungen. Gut zu sehen: Die Verwendung von transluzidem, also durchscheinendem Email verleiht den Engeln einen deutlichen Silberglanz.

Zur Entstehungszeit dieser Monstranz gibt es unterschiedliche Angaben, jedoch gelten die Angaben Schwerdts anlässlich des Ateliergesprächs zum Artikel „Zu 4 Monstranzen von Fritz Schwerdt“ (Karlheinz Goerres. In: Deutsche Goldschmiedezeitung. Stuttgart 1955) als gültig: Entwurf 1930, Ausführung 1934 unter Mitarbeit von Will Plum.

Die Bedeutung der in zwei unterschiedlichen Schrifttypen (und vermutlich zu unterschiedlichen Zeiten) angebrachten Gravuren im Fuß der Monstranz ist nicht geklärt. Für die Jahresangabe „1938“ gibt es keine belegbare Erklärung. Mit der dort ebenfalls eingravierten Angabe „Christus-König-Kirche“ wiederum bezog man sich sehr wahrscheinlich auf die Aachener St. Fronleichnamskirche. Allerdings ob die Fronleichnams-Gemeinde Überlegungen anstellte, neben der äußerst funktionalen Monstranz von Anton Schickel eine zweite, deutlich prachtvollere Monstranz zu erwerben, bleibt Spekulation.

Entwurf SILBERMONSTRANZ

Die erstmals in P. Gregor Hexges (Hrsg.): ANNO SANCTO 1933/34 – AUSSTATTUNGSKUNST IM GOTTESHAUSE. Berlin 1934 abgebildete „SILBERMONSTRANZ mit Email. Modellentwurf“ (s. Bild) gilt als Vorentwurf für die Engelmonstranz. Statt zwölf Engel zeigt die Scheibe zwölf, in Email ausgeführte Personen (Jünger?) als dominierendes Motiv.

 

Fotos: Fritz Schwerdt, Pit Siebigs